Was ist Schönstatt?

Was Schönstatt ist, das fragen viele Menschen, die hier her an unser Schönstatt-Zentrum kommen oder eine der weltweit rund 200 Schönstatt-Kapellen besuchen. „Schönstatt", so erklärt Pater Kentenich, der Gründer der Schönstatt-Begegnung, selbst einmal Familien in den USA, setzt sich zusammen aus den Worten „schön" und „Statt", Stätte, Ort: „ein schöner Ort". „Eyne schoene Statt" heißt es in der ersten urkundlichen Erwähnung. Schönstatt, ein Ort.

Sieben Kilometer nördlich von Koblenz liegt auf der östlichen Rheinseite das malerische Städtchen Vallendar mit seinem schönen historischen Stadtkern. Am Stadtrand von Vallendar ist der Ursprung, dort wo damals im Jahre 1914, alles begann. In seinem Vortrag am 18. Oktober 1914 stellt Pater Kentenich den Jugendlichen seine „geheime Lieblingsidee" vor, einen „kühnen Gedanken": „Ich möchte diesen Ort gerne zu einem Wallfahrts-, zu einem Gnadenort machen […]. Alle, die hierher kommen, um zu beten, sollen die Herrlichkeit Mariens erfahren [...]"

Im Jahre 1943 entstand die erste Nachbildung der Gnadenkapelle. Damit begann in aller Welt eine Vervielfältigung dieses „Heiligtums“. Die besondere Gegenwart der Gottesmutter Maria und die menschlichen Beiträge, die durch Bitten, Dank und das eigene Handeln in die Kapellen getragen werden - das ist das Wesentliche der Heiligtümer. Kurz gesprochen: Nichts ohne dich - nichts ohne mich. Menschen bringen ihren Beitrag und dürfen mit dem himmlischen Beitrag rechnen.

Schönstatt - eine Familie

Schönstatt ist eine weltweite Familie die aus unterschiedlichen Menschen, Lebensschichten, Existenzen und Zusammenschlüssen besteht. Eine kleine und große Welt von persönlichen Beziehungen, Erlebnissen und Bräuchen. Eine gemeinsame Geschichte. Gemeinsame Ideale, Werte und Ziele.

So wie die heilige Familie. Gehören auch zur Schönstatt-Familie Vater, Mutter und Kinder. Schönstatt hatte von Anfang an eine Mutter. Diese wunderbare Frau, die als Mutter Gottes gleichzeitig die Aufgabe erhielt, Mutter der Menschen zu sein: Maria. Sie gilt in Schönstatt als Königin und Erzieherin.

Im Lauf der Zeit hat sie vom Heiligtum aus ihre Herrlichkeiten offenbart. Hunderte und Tausende

Schönstatt - eine Mission

Indem es in besonderer Weise die Sendung Mariens übernimmt, weiß sich die Schönstattbewegung zur Sendung in der Kirche in der heutigen Welt berufen. An der Hand Mariens, der Mutter der Kirche, Weltgestalter sein und sich für die frohe Botschaft einsetzen.

Schönstatt - ein Weg

Die Schönstattbewegung zeigt einen Weg auf, wie Leben aus dem Glauben und in der Nachfolge Christi möglich ist. Dabei wird der Mensch in seiner Ganzheitlichkeit wertgeschätzt und geachtet. Durch das Bündnis mit Gott, der Gottesmutter Maria und das Bündnis der Menschen untereinander mitbauen an einer Kultur der Liebe.